Zeisberg GmbH
VertiGuard Körperschwankungsanalyse mit Hilfe des VertiGuard®-D / -RT / -S
Das VertiGuard®-D ist ein neuartiges, mobiles Posturografie-System, dass die Körperschwankungen während genau definierter alltagsrelevanter sensomotorischer Konditionen am Körperschwerpunkt registriert. Dabei wird das kleine und leichte Gerät an der Hüfte befestigt und die Oberkörperschwankung ermittelt. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass die Oberkörperschwankung besonders indikativ für die Erfassung posturaler Defizite ist (Allum et al., 2001; Basta et al., 2007). Während der Messung absolvieren die Patienten den „Standard-Balance-Defizittest“ (SBDT) bzw. den modifizierten Standard-Balance-Defizittest für Patienten mit einem Alter über 60 Jahre (gSBDT). Der Balance-Defizittest enthält insgesamt 14 Geh-, Steh- oder Kombinationsübungen (z. B. Laufen, über Hindernisse steigen) unter verschiedenen sensorischen Konditionen (z. B. Augen offen/geschlossen, auf Schaumstoff). Diese Übungen zeigen Defizite in alltagsrelevanten Situationen auf, was der entscheidende Vorteil gegenüber anderen Posturografie-Systemen ist. Die Auswertung erfolgt für jede Übung durch den Vergleich der Messergebnisse mit alters- und geschlechtsrelationierten Normwerten. Die Oberkörperschwankungsanalyse mit Hilfe des VertiGuard-D quantifiziert somit die vom Patienten beschriebenen posturalen Defizite unabhängig von der organischen Ursache. Dennoch liefern Auffälligkeiten in bestimmten sensomotorischen Konditionen wertvolle Hinweise auf die vorliegende vestibuläre Störung.
Bei der Durchführung des SBDT bzw. des gSBDT ist die diagnostische Aussagekraft entscheidend davon abhängig, dass die Übungen vom Patienten exakt durchgeführt werden. Schon kleine Hilfen oder Veränderungen im Ablauf verhindern den Vergleich mit den bei exakt ausgeführten Bewegungsabläufen erstellten Normwerten. Zur Veranschaulichung der Durchführung des SBDT bzw. des gSBDT, sind im Folgenden alle Übungen einzeln beschrieben. Kann eine Übung vom Patienten nicht wie vorgesehen absolviert werden, sollte diese im Testablauf übersprungen werden. Die automatische Auswertung inklusive der eventuellen Erstellung eines Trainingsprogramms bezieht sich dann nur auf die absolvierten Übungen
Bei allen Übungen sollte auf Schuhwerk jeglicher Art verzichtet werden. Dabei ist jedoch auf eine ausreichende Grifffestigkeit der verbleibenden Fußbekleidung zu achten. Eine Sicherung des Patienten während der Übungen sollte stets durch eine bereitstehende, den Patienten in kurzem Abstand begleitende Person gewährleistet sein. Gespräche sollten sich während der Übungen auf die Anweisungen der Trainingsperson beschränken. Die Erklärung des Übungsablaufes muss vor der Übung erfolgen. Gegebenenfalls kann der Patient die Ausführung der Übung vor der Messung ausprobieren.