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Diagnostik / Therapie VertiGuard

Zeisberg GmbH

Diagnostik / Therapie VertiGuard

Der Wechsel in den Messmodus erfolgt durch Auswahl des Reiters „Diagnostik / Therapie“ im Hauptfenster. Dies ist nur möglich, wenn zuvor ein Patient ausgewählt worden ist.  

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Die Software erlaubt die Messung der Körperschwankung während der Patient eine Reihe von Übungen absolviert. In Kapitel 4 Körperschwankungsanalyse mit Hilfe des VertiGuard-D finden Sie eine Beschreibung dieser Übungen.  

 

Um die Aufzeichnung einer Messreihe zu starten, muss die Verbindung zum Gerät hergestellt sein – andernfalls ist die Schaltfläche „Messablauf beginnen“ inaktiv.  

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Um einen Messablauf zu starten, wählen Sie bitte zunächst den Satz an Übungen aus, die durchzuführen sind (SBDT, gSBDT, manuell) und starten dann den Ablauf durch Klick auf „Messablauf beginnen“.

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Die Analyse der Messungen erfolgt stets über alle Messungen einer Sitzung. Dabei wird zum einen ein Sturzrisiko ermittelt, zum anderen aber auch der Anteil der sensorischen Komponenten an diesem Sturzrisiko. 

Die Software berechnet automatisch aus den Ergebnissen des SBDT / gSBDT das individuelle Sturzrisiko in Prozent. Die Sturzampel® signalisiert das Sturzrisiko anhand der Farben Grün, Gelb und Rot. Grün gibt ein geringes Sturzrisiko an und entspricht dem Prozentbereich von 0% bis 40%. Die Testperson zeigt dann in fast allen Testkonditionen eine normale, dem Alter und Geschlecht entsprechende Körperschwankung. Ein Gleichgewichtstraining mithilfe des Vertiguard® RT ist nicht notwendig. Gelb signalisiert ein individuelles Sturzrisiko von 41% bis 60%. Die Testperson schwankt im SBDT deutlich mehr, als für das jeweilige Alter und Geschlecht erwartet wird. Es empfiehlt sich ein vibrotaktiles Gleichgewichtstraining (Vertiguard® RT) zur Verbesserung der Gleichgewichtskontrolle einzusetzen. Wird durch die Sturzampel® die Farbe Rot angezeigt, liegt das Sturzrisiko über 60%. Ein vibrotaktiles Gleichgewichtstraining (Vertiguard® RT) wird dringend empfohlen, um die Körperstabilität zu erhöhen und das Sturzrisiko zu reduzieren. 

Wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, führt eine deutlich erhöhte Oberkörperschwankung vermehrt zu Stürzen. Patienten die mehr als doppelt so hohe Schwankungen aufweisen als für ihr Alter und Geschlecht anzunehmen wäre, können die Lage ihres Köperschwerpunktes nicht mehr kontrollieren und stürzen. Das individuelle Sturzrisiko wird deshalb aus der Summe der Verhältnisse aller absolvierten Konditionen des SBDT / gSBDT zum jeweiligen alters- und geschlechtsbezogenen Normwert für alle Richtungen (seitwärts sowie vor und zurück) berechnet. Das Ergebnis wird zur Körperschwankung von Patienten mit einem Sturzrisiko von 100% in Beziehung gesetzt. Die mathematische Formel kann dementsprechend wie folgt formuliert werden: 

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Die Anteile der sensorischen Komponenten (visuell, propriozeptiv und vestibulär) an der Gleichgewichtsleistung während des SBDT / gSBDT werden unter dem individuellen Sturzrisiko in Prozent angegeben. Dabei handelt es sich keinesfalls um Absolutwerte bzw. um das absolute Verhältnis der Komponenten zueinander. Die Angaben beziehen sich auf die alters- und geschlechtsbezogen Normwerte. Somit geben die Werte die Änderung gegenüber der Situation bei Gesunden gleichen Alters und gleichen Geschlechtes an. Entspricht der Einfluss der sensorischen Komponenten dem von Gesunden, wird 33,3% angegeben. Beim Unterschreiten dieses Wertes kann davon ausgegangen werden, dass die jeweilige sensorische Komponente weniger als normal für die Körperhaltung eingesetzt wird. Ist der Wert größer als 33,3 % wird die sensorische Komponente bevorzugt verwendet. Diese Beurteilung wird durch die grafische Darstellung der Abweichung vom Normwert unter der Sturzampel® veranschaulicht. Die vertikale Linie symbolisiert dabei den Bezug zum Normwert der jeweiligen sensorischen Komponente. Dementsprechend wird ein geringerer Einfluss der sensorischen Komponente durch einen Balken nach links und ein erhöhter Einfluss der sensorischen Komponente durch einen Balken nach rechts visualisiert. 

Der Einfluss der sensorischen Komponenten wird ermittelt, indem die Differenz der Verhältnisse von Messwerten zu den entsprechenden Normwerten (seitwärts sowie vor- und zurück) zwischen einer Übung mit dem sensorischen Input und der gleichen Übung ohne den sensorischen Input gebildet wird. Je größer die Differenz, desto höher ist der Einfluss des sensorischen Inputs. Dabei ist die Richtung der Veränderung irrelevant (Erhöhung oder Senkung der Schwankung ist alters-, geschlechts- und aufgabenabhängig). 

Die Differenzen werden jeweils für die visuellen, propriozeptiven und vestibulären Anteile aller Testkonditionen gemittelt. Diese Mittelwerte sind zueinander ins Verhältnis gesetzt worden. 

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Die PC Software bietet zwei Arten des Ausdrucks. Zum einen kann eine Ausführliche Analyse der Körperschwankung zur Dokumentation der durchgeführten Diagnostik gedruckt werden. Darüber hinaus kann ein Vergleich zweier Sitzungen (vor und nach dem Gleichgewichtstraining) zur Dokumentation der Therapie erstellt werden.  

 

Der Ausdruck basiert stets auf den Daten einer Sitzung, die dazu in der Daten-Tab des Messbildschirms ausgewählt wird. 

 

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Der Ausdruck „Körperschwankungs-analyse“ erfolgt, wenn genau eine Sitzung ausgewählt ist. 

 

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Werden zwei Sitzungen gewählt (durch gedrückt halten der Taste STRG während des zweiten Klicks), so wird der Ausdruck „Verlaufskontrolle“ erstellt. 

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Wenn einzelne Übungen übersprungen wurden, so werden diese durch ein „X“ in der jeweiligen Spalte gekennzeichnet. 

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